Die Musik zum Musical Mamma Mia!

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In dem Jukebox-Musical „Mamma Mia“ werden die Songs der erfolgreichen schwedischen Pop-Band ABBA kunstvoll in die Rahmenhandlung einbezogen. Die Songschreiber Benny Andersson und Björn Ulvaeus haben selber eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Rahmenhandlung gespielt. Ihre Sorge, dass die Rahmenhandlung die Aussage ihrer Lieder verfremden könnte, sollte sich bei der Handlung von Catherine Johnson als unberechtigt herausstellen. Für den Zuschauer ist es so ein Wiederhören von echten Klassikern in einer amüsanten und temporeichen Verwechslungskomödie.

Die deutschen Texte übernahm der renommierte Liedtexter Michael Kunze. Zu der altbekannten Musik von ABBA ertönen also deutsche Worte auf der Bühne, um dem Publikum das Verstehen der Handlung zu erleichtern. Denn die Lieder geben Aufschluss über das Geschehen auf der Bühne und müssen so verstanden werden. Außerdem bauen sie den Charakteren immer wieder Brücken zueinander, gerade den früheren Liebespaaren, um in einen Dialog zueinander zurück zu finden.

Der Prolog „Mich trägt mein Traum“ (I have a dream) führt den Zusachuer gefühlvoll ein in die Welt von Sophie und gleichzeitig auch in die ihrer Mutter Donna. Beim schmissigen „Honey, Honey“ berichtet Sofie von den Erkenntnissen, die sie aus dem Tagebuch ihrer Mutter hat ziehen können über das bewegte Sexualleben ihrer Mutter: „Aus gutem Grund nennen sie ihn ein Sexgenie! Oh, mir wird ganz anders!“ und die drei Männer, die als ihr Vater in Betracht gezogen werden können.

In einem starken Kontrast zu dieser Begegnung mit der alten Donna aus dem Tagebuch steht das erste Lied, was Donna selber auf der Bühne singt: „Money, Money, Money“. Hier besingt sie ironisch mit ihren Freundinnen ihr eigenes Leben: „Ich müsste endlich mal Urlaub machen! Seit 15 Jahren racker' ich mich ab und hab nie einen freien Tag gehabt.“ Und: „Immer ist das Geld zu knapp“. Sie wünscht sich einen reichen Mann, denn „Geld regiert die Welt“. Selbstironisch stellt sie aber auch fest, dass sie ihm sicher eine Last wäre und es deswegen klüger sei, ihr Glück beim Spielen zu suchen: „Für einen satten Spielgewinn werf ich mein altes Leben hin.“

Große Gefühle wallen das erste Mal bei dem Klassiker „Mamma Mia“ auf. Donna singt, mit ihrer Vergangenheit konfrontiert: „Du hast mich so enttäuscht, ich konnt dich nicht versteh'n“, und muss dann doch zugeben „Jetzt stehst du hier und ich starr dich an – Was ist mit mir? Plötzlich kenn ich mich selbst nicht mehr, so als ob ich im Fieber wär“. Um dann den altbekannten Refrain zu singen: „Mamma Mia, es geht schon wieder los. Wie, wie kann das denn normal sein? Mamma Mia, es ist hoffnungslos. Nie, nie wirst du mir egal sein.“

Mamma Mia! Musical
In OBERHAUSEN
STAGE METRONOM THEATER, CENTRO OBERHAUSEN